Aktuelle Situation in Mainz: Warnstufe Orange

 

 

Der Warn- und Aktionsplan RLP sieht drei Warnstufen vor:

  • Gelb: 7-Tage-Inzidenzwert von 20 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird an mehr als 5 Tagen überschritten
  • Orange: 7-Tage-Inzidenzwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird an mehr als 5 Tagen überschritten
  • Rot: 7-Tage-Inzidenzwert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird an mehr als 5 Tagen überschritten

In den letzten drei Tagen lag der 7-Tage-Indizenzwert - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner pro Woche - in der Landeshauptstadt Mainz bei mehr als 35.

Auf Basis des Corona Warn- und Aktionsplans Rheinland-Pfalz und den Beschlüssen des Verwaltungsstabes der Landeshauptstadt Mainz gilt damit die Gefahrenstufe Orange der Corona-Warn-Ampel.

Mit dem Erreichen der Gefahrenstufe Orange wurden für das Stadtgebiet Mainz folgende Maßnahmen beschlossen, die ab Samstag, 10. Oktober 2020 bis zunächst mindestens einschließlich Freitag, 23. Oktober 2020 gelten:

  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (ohne fest zugeordnete Sitzplätze mit Kontaktnachverfolgung) sind anstatt wie bisher mit 250 Personen nur noch mit bis zu 75 gleichzeitig anwesenden Personen zulässig.
  • Privatveranstaltungen, zum Beispiel Hochzeiten oder Geburtstage, sind statt wie bisher mit 75 Personen nur noch mit bis zu 25 gleichzeitig anwesenden Personen auch in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen zulässig.
  • Gaststätten, zum Beispiel Restaurants, Kneipen, Straußwirtschaften, Kantinen, Hotelrestaurants und –bars, Eisdielen und Eiscafés, ist es an jedem Wochentag untersagt, in der Zeit zwischen 0 Uhr und 6 Uhr alkoholhaltige Getränke auszuschenken oder zum Außerhaus-Verzehr abzugeben.
  • Gleiches gilt für Tankstellen, Kioske, Einzelhandelsgeschäfte und Supermärkte. Auch diesen ist es untersagt, an jedem Wochentag in der Zeit zwischen 0 Uhr und 6 Uhr alkoholhaltige Getränke zu verkaufen und abzugeben.
  • Bordelle und Prostitutionsbetriebe bleiben geschlossen. Die Durchführung von jeglicher Form des Prostitutionsgewerbes wird wieder untersagt.

Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes, in Abstimmung mit der Task-Force des Landes RLP und dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt, erlässt die Landeshauptstadt Mainz daher für die genannten Maßnahmen eine entsprechende Allgemeinverfügung, die noch am heutigen Tag, also am Freitag, 9. Oktober 2020 veröffentlicht wird und damit ab Samstag, 0 Uhr Gültigkeit entfaltet.

Der Warn- und Aktionsplan RLP sieht drei Warnstufen vor:

  • Gelb: 7-Tage-Inzidenzwert von 20 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird an mehr als 5 Tagen überschritten
  • Orange: 7-Tage-Inzidenzwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird an mehr als 5 Tagen überschritten
  • Rot: 7-Tage-Inzidenzwert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird an mehr als 5 Tagen überschritten

In den letzten drei Tagen lag der 7-Tage-Indizenzwert - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner pro Woche - in der Landeshauptstadt Mainz bei mehr als 35.

Auf Basis des Corona Warn- und Aktionsplans Rheinland-Pfalz und den Beschlüssen des Verwaltungsstabes der Landeshauptstadt Mainz gilt damit die Gefahrenstufe Orange der Corona-Warn-Ampel.

Mit dem Erreichen der Gefahrenstufe Orange wurden für das Stadtgebiet Mainz folgende Maßnahmen beschlossen, die ab Samstag, 10. Oktober 2020 bis zunächst mindestens einschließlich Freitag, 23. Oktober 2020 gelten:

  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (ohne fest zugeordnete Sitzplätze mit Kontaktnachverfolgung) sind anstatt wie bisher mit 250 Personen nur noch mit bis zu 75 gleichzeitig anwesenden Personen zulässig.
  • Privatveranstaltungen, zum Beispiel Hochzeiten oder Geburtstage, sind statt wie bisher mit 75 Personen nur noch mit bis zu 25 gleichzeitig anwesenden Personen auch in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen zulässig.
  • Gaststätten, zum Beispiel Restaurants, Kneipen, Straußwirtschaften, Kantinen, Hotelrestaurants und –bars, Eisdielen und Eiscafés, ist es an jedem Wochentag untersagt, in der Zeit zwischen 0 Uhr und 6 Uhr alkoholhaltige Getränke auszuschenken oder zum Außerhaus-Verzehr abzugeben.
  • Gleiches gilt für Tankstellen, Kioske, Einzelhandelsgeschäfte und Supermärkte. Auch diesen ist es untersagt, an jedem Wochentag in der Zeit zwischen 0 Uhr und 6 Uhr alkoholhaltige Getränke zu verkaufen und abzugeben.
  • Bordelle und Prostitutionsbetriebe bleiben geschlossen. Die Durchführung von jeglicher Form des Prostitutionsgewerbes wird wieder untersagt.

Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes, in Abstimmung mit der Task-Force des Landes RLP und dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt, erlässt die Landeshauptstadt Mainz daher für die genannten Maßnahmen eine entsprechende Allgemeinverfügung, die noch am heutigen Tag, also am Freitag, 9. Oktober 2020 veröffentlicht wird und damit ab Samstag, 0 Uhr Gültigkeit entfaltet.

Bild: www.mainz.de

 

 


Gespräch mit Bundeskanzlerin: Frankfurt will Lockdown verhindern Gemeinsame Strategie der elf größten Städte

Frankfurter Corona-Kurs findet viel Unterstützung

(ffm) Es war ein intensives, aber konstruktives Gespräch. Mehr als zwei Stunden haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der elf größten deutschen Städte diskutiert, wie den steigenden Corona-Zahlen Einhalt geboten werden kann.

Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Am Ende des Gesprächs stehen für mich drei wichtige Botschaften. Erstens: Der Kanzlerin ist die Frankfurter Situation nicht egal. Sie will wissen, wo wir stehen – auch in Frankfurt. Zweitens: Unser Kurs ist richtig. Unsere Maßnahmen – von der Sperrstunde ab 23 Uhr bis zur Maskenpflicht in Einkaufsstraßen – werden auch anderswo diskutiert und zum Teil schon umgesetzt. Und drittens: Wir können von anderen lernen.“ So habe in Hamburg der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher mit einem Alkoholverkaufsverbot Erfolge erzielt. Gleiches wurde aus München berichtet. Feldmann: „Das ist etwas, über das wir auch nachdenken könnten.“

Auch die Frage, wie Ordnungs- und Gesundheitsämter entlastet werden könnten, war Thema des Gesprächs. Zum einen sollen Bund und Länder beraten, inwiefern auch Bundes- und Landes unterstützen können. Und: Die Bundeswehr könnte ebenfalls unterstützend zum Beispiel beim Kontakt-Tracing wie in Berlin und München eingesetzt werden. Feldmann: „Im Moment sind unsere Gesundheitsämter gut aufgestellt. Wir sollten zumindest diskutieren, ob das eine Möglichkeit für uns wäre.“

In einem seien sich alle Beteiligten einig gewesen. „Wir müssen einen erneuten Lockdown unbedingt verhindern“, so Feldmann. „Die Krise darf nicht auf den Rücken von Kindern ausgetragen werden, die dann in Schulen oder Kitas vor verschlossenen Türen stehen.“

 

 


Das Konolino-Nomadenzelt geht auf Tour

Kulturdezernentin Hartwig unterstützt kulturelle Bildung in den Stadtteilen

(ffm) Mit dem Konolino-Nomadenzelt wandert Zinnet Peken, Erzählerin, Choreographin, Bühnenregisseurin und Pädagogin, durch Frankfurt und bietet mit dem Projekt „Na-No – Nachhaltigkeit und Nomaden“ jungen Menschen im Alter von fünf bis zwölf Jahren die Möglichkeit, das Thema Nachhaltigkeit über die darstellende Kunst kennenzulernen. Start ist am Dienstag, 13. Oktober, im Kinderzentrum Pfingstbornstraße in Sindlingen. Das Zelt ist ein Kultur- und Erlebnis-Raum für Performance, Begegnungen und Kommunikation der Kinder untereinander und mit den Künstlerinnen und Künstlern.

Das Nomadenzelt ist ein Projekt zur aktiven Teilhabe und regt einen Austausch und eine Auseinandersetzung über die Ressourcen der Natur und deren Nutzung an. Das Kulturdezernat fördert das Projekt „Na-No“ mit 6000 Euro. Es steht unter der Schirmherrschaft der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig.

„Das Projekt bietet Kindern die spannende Möglichkeit, ausgehend von der naturnahen Nomadenkultur, sich mit den Themen ‚Natur‘ und ‚Nachhaltigkeit‘ auseinanderzusetzen. Denn Nomaden leben von der Natur: Ernährung, Kleidung, Spielzeug, Musikinstrumente und Alltags-Gegenstände beziehen sie direkt aus ihrer natürlichen Umgebung. Mit den Künstlerinnen und Künstlern erforschen die Kinder ihre Ideen und Phantasien zu diesem wichtigen Thema und entwickeln eigene darstellende Ausdrucksformen“, sagt Ina Hartwig.

Zum Projekt „Na-No“

Das Programm besteht aus einer Künstlerinnen-Performance mit Tanz, Musik und Theater und bietet Workshops zum Thema Nachhaltigkeit an. Eine Programmeinheit dauert 45 bis 90 Minuten, je nach Alter und Gruppengröße, die sich an den Corona-Auflagen orientiert. Das Projekt wird aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nur für Schulen und KITA-Kinder, also geschlossene Gruppen, angeboten, kostet 4,50 Euro pro Kind und kann bis Frühjahr 2021 gebucht werden.

Dankbarkeit und Respekt gegenüber der Natur spiegeln sich in der Nomadenkultur in ihrem nachhaltigen Umgang wider. Zinnet Peken ergänzt: „Über diesen kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenhang möchten wir mit den ‚sesshaften‘ Kindern und Jugendlichen sprechen. Was bedeutet Nachhaltigkeit überhaupt? Haben Kinder heutzutage noch Berührung mit der Natur? Und wie kann ich nachhaltig sein oder nachhaltig handeln?“

Anmeldung über Zinnet Peken, Telefon 0175/8256870 oder per E-Mail kontakt@konolino.de sowie weitere Informationen unter https://www.konolino.de im Internet.

 

 


Sauberkeit aus (s)einer Hand

Oberbürgermeister Feldmann auf Tour mit den Müllwerkern der FES - Geburtstag einmal anders

(ffm) Zu seinem 62. Geburtstag am Mittwoch, 7. Oktober, erfüllte sich Oberbürgermeister Peter Feldmann einen Kindheitstraum. Einmal rauf auf den großen schweren FES-Müllwagen, für eine Tonnen-Tour durch das Ostend.

Daniel Küden (25), Steven Weyand (36) und Giuseppe Provenzano (29) zeigten dem Stadtoberhaupt, wie der Müll aus der Tonne in das Fahrzeug kommt. Dann war Feldmann dran. Tonne kippen, zum Wagen rollen, einklinken. Nach ein paar Versuchen klappte das schon ganz gut. „Mit dem kriegt man was geschafft“, sagte Lader Weyand mit einem Augenzwinkern zu seinen neuen „Azubi“.

Der zeigte sich ganz fasziniert von dem schwerem Gefährt der FES-Jungs. „Leergewicht 15 Tonnen, voll bis zu 26 Tonnen“, erklärte Daniel Küden. „Und unter der Haube 300 PS.“ Feldmann sagte: „Um den Platz hinterm Steuer beneiden Sie bestimmt viele.“

Zum Schluss waren viele Tonnen leer – und die Mägen der Müllwerker noch dazu. Ein Glück, dass im OB-Büro schon für die Gäste eingedeckt war.

Bilder:Copyright_Stadt_Frankfurt_Bernd_Kammerer

 

 


Corona-Verwaltungsstab bereitet Maßnahmenpaket vor

Frankfurt nähert sich der Eskalationsstufe 4 – Oberbürgermeister Feldmann und Gesundheitsdezernent Majer mahnen zu umsichtigem Handeln

(ffm) In den vergangenen sieben Tagen lag die Zahl der Neuinfektionen in Frankfurt bei 46,5 (Stand 6. Oktober 11 Uhr). Damit steht Frankfurt kurz vor Erreichen der vierten Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen.

In diesem Fall sind weitergehende Maßnahmen erforderlich. Konkret erfordert die neue Eskalationsstufe ein konsequentes Beschränkungskonzept, um die Pandemie einzudämmen, sowie eine engere Zusammenarbeit mit dem COVID-19-Planungsstab des Hessischen Sozialministeriums und den Versorgungseinrichtungen.

Der größte Anteil der aktuell Neuinfizierten (innerhalb der letzten 7 Tage; 29. September bis 5. Oktober) findet sich weiterhin bei den 20 bis 29-Jährigen mit 24,0 Prozent, gefolgt von der Gruppe der 30 bis 39-Jährigen mit 22,8 Prozent. Bei 30 Fällen handelt es sich um Reiserückkehrende, drei Fälle sind im Zusammenhang mit Sportvereinen aufgetreten und 89 Fälle gehen auf eine Gemeinschaftsunterkunft zurück, über die bereits zurückliegend berichtet wurde.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Der Kampf gegen Corona ist ein Langstreckenlauf. Bislang ist Frankfurt gut durch die Krise gekommen. Aber noch ist nichts gewonnen, wie die steigenden Zahlen zeigen. Wir müssen jetzt reagieren, sonst verspielen wir die bisherigen Erfolge.“

„Leider zeigen die Infektionszahlen im Vergleich zu letzter Woche nun eine Tendenz in die Breite der Bevölkerung, sodass wir gezwungen sind, mit unseren deutlichen Maßnahmen dem entgegenzuwirken, um einen bevorstehenden Lockdown zu verhindern“, ergänzt Gesundheitsdezernent Stefan Majer. „Hierbei gilt es allerdings, die Schäden für die Wirtschaft, die Kultur und den Sport so gering wie möglich zu halten und die getroffenen Maßnahmen ständig neu auf ihre Verhältnismäßigkeit zu überprüfen.“

Der Verwaltungsstab der Stadt Frankfurt ist sich des Ernstes der Lage bewusst. In einer Sondersitzung hat sich das Gremium am Dienstag, 6. Oktober, auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket verständigt.

Folgende Maßnahmen gelten voraussichtlich ab Freitag, 9. Oktober, bis Ende der kommenden Woche:

1. Es wird eine Sperrstunde von 22 Uhr bis 6 Uhr eingeführt.
2. Im öffentlichen Raum wird der Konsum von Alkohol verboten. Das gilt für Plätze, Straßen und Grünflächen.
3. In Einkaufspassagen und großen Einkaufsstraßen wird eine Maskenpflicht eingeführt. Eine genaue Übersicht der betroffenen Örtlichkeiten wird derzeit erarbeitet.
4. Das Hygienekonzept für „Herbst in der Stadt“ wird überarbeitet. Die ursprünglich für Donnerstag, 8. Oktober, angedachte Eröffnung wird verschoben.
5. Begrenzungen bei privaten Feiern: höchstens 25 Teilnehmende in öffentlichen oder angemieteten Räumen. Für Feiern in privaten Räumen: dringende Empfehlung von maximal 10 Personen.
6. Es wird geprüft, ob nach den Herbstferien analog zum Vorgehen Offenbachs eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen eingeführt wird.
7. Für religiöse Feiern gilt eine Maskenpflicht analog zu Gottesdiensten.
8. Im Individualverkehr wird bei mehreren Personen ein Mund-Nase-Schutz empfohlen.
9. Das Angebot, dass sich städtisches Personal im Kita-Bereich kostenlos testen lassen kann, wird verlängert.


„Einen Grund für Panik gibt es nicht“, sagen Feldmann und Majer. „Aber die Lage ist ernst. Jetzt kommt es auf jeden Einzelnen an. Halten Sie Abstand, tragen Sie Maske und waschen Sie Ihre Hände regelmäßig. Und: Wenn Sie eine Feier planen, überlegen Sie, ob sich diese nicht verschieben oder in einem kleineren Rahmen organisieren lässt. Bedenken Sie: Allein Ihr Verhalten entscheidet mit über den Verlauf der Pandemie.“

Zahlen und Fakten (Stand 6. Oktober, 6.30 Uhr)

Insgesamt wurden 3775 Personen mit Wohnsitz in Frankfurt positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

Davon gelten 3247 Menschen gemäß RKI-Kriterien inzwischen als genesen.

Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 in Frankfurt gab es bisher 72.
Bei den Verstorbenen liegt der Altersdurchschnitt bei 77 Jahren (Median 80 Jahre).

In Frankfurt gibt es derzeit 456 „aktive“ Fälle.

In häuslicher Quarantäne befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt 846 Kontaktpersonen. In den zurückliegenden 4 Wochen wurden insgesamt 116 Reiserückkehrer (mit Wohnsitz in Frankfurt) positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

In Frankfurt liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 46,5 Fällen/100.000 Einwohnern (Stand: HLPUG 6.Oktober 2020, 11.30 Uhr).

 

 


Steigende Corona-Infektionen in Frankfurt: Gesundheitsdezernent Majer besorgt über die aktuelle Infektionslage

(ffm) Nach dem Wochenende sind auch in Frankfurt die Neuinfektionen wieder deutlich angestiegen. Insgesamt sind über das Wochenende 116 neue Positivfälle von SARS-CoV-2 gemeldet worden. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche in Frankfurt bei 26,4 (Stand 28. September, 11.30 Uhr).

Stadtrat Stefan Majer sgat: „Wir sehen gerade jetzt, wie schnell die Infektionszahlen sich wieder nach oben bewegen. Es ist mir unverständlich, wie sorglos viele Menschen mit der immer noch bedrohlichen Situation umgehen. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich, sich und andere zu schützen, indem Sie sich an die AHA-Regeln (Abstand einhalten – Hygieneregeln beachten – Alltagsmasken tragen) halten und große private Zusammenkünfte und Treffen auf engem Raum vermeiden. Dies ist gerade jetzt im Herbst und Winter wichtig, wo wir uns nicht mehr so viel draußen aufhalten können. Verschärfte Maßnahmen und zusätzliche Einschränkungen wären die zwangsläufige Folge der neuen Sorglosigkeit, obwohl wir uns die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und psychischen Kosten eines erneuten Lockdowns schwerlich leisten können.“

Der größte Anteil der aktuell Neuinfizierten findet sich bei den 20- bis 29-Jährigen mit 29,5 Prozent, gefolgt von der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen mit 23,2 Prozent. Bei neun Fällen handelt es sich um Reiserückkehrende. Zu dem starken Anstieg am letzten Wochenende haben aber vor allem mehrere separate Ausbrüche beigetragen. Ausgehend von einem Ausbruch in einem Postverteilzentrum in Obertshausen haben sich insgesamt über 30 Kontaktpersonen aus Frankfurt infiziert. Betroffen ist hier eine Gemeinschaftsunterkunft, in der Geflüchtete, osteuropäische EU-Bürgerinnen und Bürger sowie Obdachlose leben. 30 positiv getestete Personen sowie Familienangehörige und weitere Kontaktpersonen sind bereits in Hotels und anderen Unterkünften in Quarantäne gebracht worden. Glücklicherweise ist keiner der Betroffenen schwer erkrankt. Weitere Testungen in der Einrichtung und von Kontaktpersonen finden derzeit statt.

Ein weiteres Cluster mit bisher zwölf positiven SARS-CoV-2-Fällen geht auf eine Betstunde in einer freikirchlichen Gemeinde zurück.

In allen Fällen ist das Gesundheitsamt intensiv mit der Kontaktpersonennachverfolgung beschäftigt. Die Arbeitsbelastung ist nach wie vor sehr hoch – insbesondere aktuell, da jede positiv getestete Person im Durchschnitt eine bis drei Kontaktpersonen ersten Grades hat, die auch überwacht werden müssen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer appelliert an die von der Kontaktnachverfolgung betroffenen Personen: „Leider sehen wir gerade beim Thema Quarantänemaßnahmen eine zunehmende Skepsis und ein Infragestellen der Vorgehensweisen des Gesundheitsamtes, was für die Mitarbeitenden häufig lange Diskussionen mit sich bringt. Ich wünsche mir hier mehr Respekt vor der professionellen Arbeit der Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt. Seit Januar leisten die Infektiologinnen und Infektiologen mit ihren hochqualifizierten Teams eine unglaublich gute Arbeit bei der Pandemiebekämpfung. Sie wissen genau, was sie tun und tun dies mit herausragendem persönlichen Einsatz.“

Auch im Bereich der Schulen und Kitas gibt es weiterhin einzelne, aber gut kontrollierbare Infektionsgeschehen. Derzeit gibt es an einigen weiterführenden Schulen beziehungsweise Berufsbildenden Schulen elf neue Infektionen sowie drei neue Infektionen in Kitas. Es werden sowohl Kinder als auch Erwachsene als Indexfälle, das heißt als Ersterkrankte gemeldet. Als flankierende Maßnahme zu den strukturierten Untersuchungen hilft der gezielte Einsatz von Mund-Nase-Bedeckungen den Betrieb fortzuführen.

Zahlen und Fakten

Insgesamt wurden seit Pandemiebeginn Anfang März 3403 Personen mit Wohnsitz in Frankfurt positiv auf SARS-CoV-2 getestet (Stand: 29. September, 6.30 Uhr).

Davon gelten 3070 Menschen gemäß RKI-Kriterien inzwischen als genesen.

Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 in Frankfurt gab es bisher 71.

Bei den Verstorbenen liegt der Altersdurchschnitt bei 77 Jahren.
In Frankfurt gibt es derzeit 262 „aktive“ Fälle.

In häuslicher Quarantäne befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt 567 Kontaktpersonen. In den zurückliegenden vier Wochen wurden insgesamt 148 Reiserückkehrer mit Wohnsitz in Frankfurt positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

In Frankfurt liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 26,4 Fällen/100.000 Einwohnern (Stand: HLPUG 28. September, 11.30 Uhr).

 

 


Virologe Martin Stürmer zu Gast beim Frankfurter Wirtschaftsstab

Corona-Schnelltests und Zeil-Öffnung für den Weihnachtsmarkt in der Diskussion

(ffm) Bei der 17. Sitzung des Frankfurter Wirtschaftsstabs am Freitag, 25. September, kamen nicht nur in gewohnter Manier Vertreterinnen und Vertreter von IHK, HWK, DEHOGA, TCF, FRM, Wirtschaftsförderung, Arbeitsagentur, Jobcenter, DGB sowie der Stadt zusammen, sondern auch der Virologe Martin Stürmer war zu Gast in der Runde. Der Frankfurter Privatdozent für Medizinische Virologie informierte ausgiebig über das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen und diskutierte mit den Teilnehmenden unter anderem über die Corona-Sicherheit im Flugverkehr, Antigentests und die Fünf-Tage-Quarantäne.

Im Zuge seines Berichts machte Stürmer auf die herausfordernde Ambivalenz der aktuellen Lage aufmerksam: „Die jetzige Momentaufnahme für Deutschland ist gut, aber es besteht jederzeit die Gefahr, die Kontrolle über das Infektionsgeschehen wieder zu verlieren. Gezielte Corona-Schutzmaßnahmen müssen dies verhindern – falls notwendig. Gleichzeitig soll dadurch natürlich ein großflächiger Lockdown abgewendet werden.“

Insgesamt kann man aus Stürmers Bericht auf eine vorsichtige Zuversicht schließen: So ist im Vergleich zu den Zahlen im Frühjahr die derzeitige Todesrate trotz steigender Infektionszahlen verhältnismäßig gering. Dies liegt beispielsweise an einer verbesserten medikamentösen Behandlung, wodurch schwere Krankheitsverläufe abgemildert werden konnten. „Man hat in den letzten Monaten viel gelernt“, sagte Stürmer dazu. Zu den hilfreichen Lernprozessen gehören auch die Erkenntnisse, wie man sich als Einzelperson besser schützen kann und auf welche Art und Weise das Virus überhaupt übertragen wird.

Mut macht den Frankfurter Wirtschaftsakteuren zudem der Ausblick auf den Antigen-Schnelltest, der von der Firma Roche entwickelt wird. Die erfolgreiche Entwicklung des Tests könnte einen außerordentlichen Schub für die Eventbranche, die Gastronomie und Hotellerie wie auch die Kreativwirtschaft bedeuten. In circa 15 Minuten soll ein Ergebnis nach Durchführung der neuen Test-Art vorliegen, sodass beispielsweise Gäste von Großveranstaltungen vor dem Einlass zukünftig kurzfristig getestet werden könnten.

Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus + Congress GmbH Frankfurt am Main, berichtete, dass er sich bezüglich des Frankfurter Weihnachtsmarktes im intensiven Austausch mit dem Gesundheitsamt befindet. So ist ein entsprechendes Hygiene- und Abstandskonzept für den Weihnachtsmarkt bereits ausgearbeitet. Klar ist: Sollte der Weihnachtsmarkt realisiert werden, so wird er in diesem Jahr deutlich anders aussehen als sonst. „Mutmaßlich würden wir einzelne Elemente des Weihnachtsmarkts vom Opernplatz über die Freßgass, den Roßmarkt bis zum Römerberg und den Main verteilen“, sagte Feda. Gerne würde er auch die Zeil für den Weihnachtsmarkt mit einbeziehen. Hierzu steht er in enger Abstimmung mit den beteiligten Dezernaten. Der Wirtschaftsstab unterstützt diese Initiative und Stadtrat Markus Frank hielt am Ende der Sitzung fest: „Die Idee eines dezentralen Frankfurter Weihnachtsmarkts ist eine großartige Möglichkeit, um die Innenstadt wieder mehr zu beleben und damit auch den Händlerinnen und Händlern unter die Arme zu greifen. Dieses Vorhaben unterstütze ich gerne.“

Teilnehmer des Wirtschaftsstabs sind:

IHK Frankfurt, vertreten durch den Präsidenten Ulrich Caspar und Hauptgeschäftsführer Matthias Grässle;
Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main, vertreten durch Präsident Bernd Ehinger und Hauptgeschäftsführer Christof Riess;
Handelsverband Hessen-Süd, vertreten durch Joachim Stoll und Silvio Zeizinger;
DEHOGA Hessen, vertreten durch den Vorsitzenden Eduard Singer und Geschäftsführerin Kerstin Junghans;
Agentur für Arbeit, vertreten durch Geschäftsführerin Stephanie Krömer;
Jobcenter Frankfurt, vertreten durch die Geschäftsführerin Claudia Czernohorsky-Grünberg;
Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände, vertreten durch Geschäftsführer Friedrich Avenarius;
DGB Frankfurt Rhein-Main vertreten durch Regionsgeschäftsführer Philipp Jacks;
Frankfurt Rhein-Main GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Eric Menges;
Hessen Trade & Invest, vertreten durch Rainer Waldschmidt;
Wirtschaftsförderung Frankfurt, vertreten durch Geschäftsführer Oliver Schwebel;
Tourismus + Congress GmbH Frankfurt am Main, vertreten durch Geschäftsführer Thomas Feda;
Stadt Frankfurt am Main, vertreten durch Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister und Stadtkämmerer, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Kirchen Uwe Becker, Dezernentin für Soziales, Senioren, Jugend und Recht Prof. Daniela Birkenfeld, Dezernent für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT Jan Schneider, Stadtrat, Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr Markus Frank

 

 


Frankfurter ‚Denkmal des Jahres 2019‘ gewürdigt

Ehemaliger Luftschutzbunker in Fechenheim zum Wohnhaus umgebaut

(ffm) Der Denkmalbeirat der Stadt Frankfurt kürt in jedem Jahr ein Denkmal, das im vorangegangenen Jahr Gegenstand einer herausragenden Sanierungs- oder Restaurierungsleistung war. Am Dienstag, 29. September, ist ein sehr ungewöhnliches Umbauprojekt als „Denkmal des Jahres 2019“ gewürdigt worden: der zu einem Wohnhaus umgebaute ehemalige Luftschutzbunker an der Gründenseestraße in Fechenheim. Planungsdezernent Mike Josef hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Denkmalbeirats, Thomas Bauer, dem Eigentümer und Bauherrn Ekkehard Moeser und Vertretern des Denkmalamtes und der Presse vor Ort eine Ehrentafel feierlich enthüllt.

„Der erfolgreiche Umbau zu einem Wohnhaus zeigt, dass man auch Objekte revitalisieren kann, die von ihrem geschichtlichen Entstehungshintergrund sowie auch von ihren baulichen Besonderheiten her als ‚unbequemes Denkmal‘ gelten“, sagte Josef. „Einen Luftschutzbunker zu einem Wohnhaus umzuwandeln, bedeutet eine große Herausforderung für den Bauherrn sowie auch für alle Baubeteiligten; in finanzieller wie auch in technischer Hinsicht. Dass dies so hervorragend gelungen ist, verdient auch eine entsprechende Würdigung.“

Etwa seit Beginn der 1990er Jahre werden zahlreiche aus der Zivilschutzbindung entlassene ehemalige Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) an den Meistbietenden veräußert, die dann abgerissen oder umgenutzt werden – zu Lagerzwecken, als sogenannte Musikbunker oder neuerdings umgebaut auch zu Wohngebäuden. Erst seit der Jahrtausendwende rückten diese Bauten zunehmend auch in den Fokus der Denkmalbehörden. In Frankfurt stehen unter den 50 im Rahmen des „Luftschutz-Führerprogramms“ von November 1940 an errichteten Bunkern zwölf unter Denkmalschutz.

Der Bunker an der Gründenseestraße wurde 1941-42 nach einem Entwurf des Architekten Adam Heinrich Aßmann ausgeführt – unter Einsatz auch von Kriegsgefangenen. Neben baugeschichtlichen, technischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Aspekten sind es die historischen Hintergründe der Errichtung dieses Bauwerks, die das Kulturdenkmal zugleich zu einem Mahnmal von besonderer Bedeutung machen.

Die ungewöhnlich aufwändige Fassadendekoration, der Turm und die pultdachgedeckten „Seitenschiffe“ verleihen dem Bauwerk aus der Luft gesehen – durchaus beabsichtigt – den Charakter eines Sakralbaus. Mit seinen etwa zwei Meter starken Außenwänden in Stampfbeton sowie einer obersten Geschossdecke von 1,40 Metern galt der Bunker als „bombensicher“ und war für 690 Schutzsuchende konzipiert.

Nach einer Nutzung für Lagerzwecke in den ersten Nachkriegsjahrzehnten wurde der Bunker 1987 für Zivilschutzzwecke im Bereich der technischen Ausstattung noch einmal ertüchtigt – darunter auch im Bereich der Schleusentüren –, um einen dauerhaften Aufenthalt von mehreren Tagen gewährleisten zu können.

Nach Entlassung aus der Zivilschutzbindung erfolgte 2015 der Verkauf an einen Privateigentümer, der das ungewöhnliche Umbauprojekt realisieren ließ. Die Planung hatte das Architekturbüro Feldmann-Architekten aus Gießen inne, die Bauausführung die Firma Weimer aus Lahnau-Dolar. Die Umwandlung des fensterlosen Gebäudes in ein Wohnhaus mit neun Wohneinheiten setzte voraus, dass zumindest partiell Belichtungsöffnungen in die dicken, eisenbewehrten Betonwände hineingesägt werden mussten, was sich als besondere Herausforderung für alle Baubeteiligten herausstellte.

Die Baumaßnahme wurde zwischen 2017 und 2019 in enger Abstimmung mit dem städtischen Denkmalamt ausgeführt, unter Erhalt wesentlicher denkmalkonstituierender Ausstattungsteile: So wurde beispielsweise die bauzeitliche Farbgebung an den Fassaden, in den Schleusenkammern sowie in den beiden Treppenhäusern wiederhergestellt und auch die historischen Bodenbeläge in den Erschließungsbereichen und Treppenhäusern restauriert. Die zuletzt vermauerten Arkaden der südlichen Vorhalle wurden wieder geöffnet und erhielten eine großflächige Verglasung. Erhalten blieben die charakteristischen Belüftungsöffnungen und die Schleusentüren ebenso wie das eindrucksvolle Dachgeschoss, mit seinen zehn, das Dach tragenden Substruktions-Rundbögen. Die authentisch in ihren Architekturoberflächen belassene südliche Vorhalle soll künftig als Kunstgalerie genutzt werden.

Das Sanierungsergebnis stieß bei den mittlerweile ungezählten Objektführungen des Denkmalamtes bereits auf das Interesse einer breiten Öffentlichkeit – und wurde nun auch mit dem Titel „Denkmal des Jahres 2019“ bedacht.

 

 



Dezernentin Eder im Bundeumweltministerium: „Die Zugen(d)te fährt Zug“

Auf Einladung des Bundesumweltministeriums nimmt Katrin Eder am morgigen Dienstag, 29. September 2020 in Berlin im feierlichen Rahmen eine persönliche Auszeichnung durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze entgegen. Im Gepäck hat sie dabei den knallig gelben Sympathieträger des Mainzer Carneval-Vereins - die „Zugen(d)te“. Hintergrund dieser besonderen Fracht ist die Bitte des Bundesumweltministeriums, einen Gegenstand mit nach Berlin zu bringen, der für ihre Kommune symbolisch das Erreichte der letzten Jahre widerspiegelt.
Da im Dezember 2019 der „Käfer-Verbrennungsmotor“ der Zugen(d)te durch einen rein elektrischen Antriebsstrang ersetzt wurde, passt das Symbol perfekt zur Schwerpunktsetzung Elektromobilität des Mainzer Klimaschutzprozesses. (Im städtischen Fuhrpark sind mittlerweile bereits 40 % der PKW alternativ betrieben, weitere Fahrzeuge sind in der Beschaffung.) Darüber hinaus zeigt die Zugen(d)te symbolisch auf, dass es im Klimaschutz notwendig ist, neue Wege zu beschreiten und auch außerhalb bestehender Routinen nach zukunftsweisenden Ansätzen zu suchen - genau dafür steht der Masterplan-Prozess.
In Berlin werfen die Gäste aus dem Netzwerk der Masterplan-Kommunen sowie politische Vertreterinnen und Vertretern aus Bund, Ländern und Gemeinden gemeinsam einen Blick auf erfolgreiche Projekte der Masterplankommunen, um anschließend in die Zukunft zu schauen.
„Die Verwaltung macht ihre Hausaufgaben“, betont Eder. „Wir haben eine Struktur geschaffen, durch die Klimathemen ämterübergreifend behandelt werden können und müssen. Aber die Aufgabe, den Klimawandel zu bremsen, ist so gewaltig, dass wir als Stadt jedwede Unterstützung brauchen. So legt der Zwischenbericht auch den Finger in die Wunde und zeigt Handlungsbedarf auf: Obwohl in Mainz schon viel Richtiges in diesem Sektor passiert ist, stagniert gerade im Verkehrsbereich der Rückgang von Emissionen. Um den Klimawandel aufzuhalten, müssen sich alle radikal umstellen und umdenken. Hier bedarf es einerseits eines feinen Mainzer Netzes an Willigen und Engagierten aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Im Besonderen aber bedarf es der Rahmenbedingungen von Bund und EU!“
Was durch das Mainzer Klimaschutznetzwerk in den vergangenen vier Jahren erarbeitet wurde hat das Umweltdezernat der Landeshauptstadt erst kürzlich in der Stadtratssitzung am 23.09.2020 im Maßnahmenbericht des Masterplanmanagements vorgelegt.
Eine gute Basis für spannende Diskussionen mit den anderen „Partner-Kommunen“ in Berlin.

 

 

 


Vortrag im Zoo: Flughunde – Blumenkinder unter den Fledermäusen

(ffm) Flughunde bilden mit knapp 200 Arten eine Familie innerhalb der Ordnung der Fledertiere. Sie sind mit Flügelspannweiten bis zu 1,70 Meter die größten aller Fledertiere. Insekten haben trotzdem keinen Grund, sie zu fürchten. Denn anders als Fledermäuse sind alle Flughunde friedliche Vegetarier, die von Früchten, Nektar und Pollen leben.

Sie nehmen damit in ihren Lebensräumen eine Schlüsselrolle ein: Viele Baumarten sind auf sie als Besträuber ihrer Blüten oder Verbreiter der Samen angewiesen.

Fledermauskenner Martin Straube hat Flughunde in subtropischen und tropischen Wäldern in Afrika, Asien und Australien beobachtet und berichtet am Dienstag, 6. Oktober über vielfältige Spezialisierungen, die diese Wesen mit zu den spannendsten Fledertieren überhaupt machen. Der Vortrag im Kleinen Saal des Zoogesellschaftshauses, Bernhard-Grzimek-Allee 1, beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.

Die Teilnehmerzahl ist limitiert, weshalb um eine vorherige telefonische Anmeldung unter 069/212-34436 oder 069/212-36986 gebeten wird.

Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo – Abenteuer Naturschutz“ statt.

 

 


KUNSTKLECKSE: Kreativangebote für Familien auf dem Goetheplatz

Bis 09.10.2020: Donnerstag und Freitag, von 14:00 - 16:30 Uhr

In den Herbstferien:
12.10. - 16.10.2020: täglich, Montag bis Freitag, von 14:00 - 16:30 Uhr
19.10. + 20.10.2020: Montag und Dienstag, von 14:00 - 16:30 Uhr

Ab 26.10.2020: Donnerstag und Freitag, von 14:00 - 16:30 Uhr

Denn gemeinsam macht es noch mehr Spaß unterschiedliche Techniken und Werkstoffe kennenzulernen und auszuprobieren. Die Vielfalt der Ergebnisse zeigt die Vielfältigkeit des kreativen Gestaltens und die individuellen Zugänge, die gemeinsam betrachtet werden können. Zusammen malen, basteln, werken, experimentieren, Erfahrungen machen, kreativ sein, gestalten, miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig unterstützen und Tipps geben, Spaß haben und sich kennen lernen - all dem soll der KUNSTKLECKSE Raum und Zeit geben.
Weitere Termine werden noch in den Außenbereichen der Kita Neustadtzentrum und der Kita Goetheplatz bekanntgegeben.
Organisiert und begleitet wird die KunstKLECKSEaktion vom Künstlerpaar OKTOOBER (www.oktoober.de), das seit vielen Jahren auch im Bereich der kulturellen Bildung tätig ist.
Coronabedingt werden die Austauschmöglichkeiten zwischen den einzelnen Familien möglicherweise etwas begrenzt sein. Den Familien werden jeweils eigene Tische zugewiesen.

 

 


Oberbürgermeister Feldmann begrüßt neue Anstrengungen der Stadtpolizei gegen Müllsünder

Einsatz für mehr Sauberkeit zeigt Wirkung - Stadtoberhaupt wirbt für ‚Bündnis Stadtsauberkeit‘

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann hat sich erfreut über die neue Ankündigung von Sicherheitsdezernent Markus Frank gezeigt, dass die Stadtpolizei Müllsündern mit einer neuen „Task-Force Umwelt“ das Leben schwer machen will. Für das Stadtoberhaupt ein „Schritt in die richtige Richtung“ – dem weitere folgen müssen.

„Danke an Markus Frank und dem Leiter der Stadtpolizei, Matthias Heinrich“, sagte Feldmann. „Die neuen Anstrengungen gegen Vermüllung zeigen, dass es richtig war, Sauberkeit zum Schwerpunkt der Stadtpolizei zu machen. Die kürzlich vorgestellte Bürgerbefragung hat eindrucksvoll belegt, wie sehr die Frankfurterinnen und Frankfurter dieses Thema beschäftigt – und wie unzufrieden sie mit der Situation sind.“

Auch der kontrovers diskutierte Zwischenbericht seines Sauberkeitsberaters Peter Postleb habe dazu beigetragen, dass sich nun etwas bewege. Feldmann: „Bei der inhaltlichen Bewertung gingen die Meinungen von Herrn Frank und mir sicher auseinander. Aber genau deshalb sind wir zuletzt wieder ins Gespräch gekommen – und darauf kommt es an.“

So konnten bei einem Treffen in der vergangenen Woche, an dem auch Stadtpolizeileiter Heinrich teilnahm, Differenzen geklärt werden. „Mir war vor allem eins wichtig: Zu zeigen, dass es bei der Debatte nicht um Kritik an den Stadtpolizistinnen und Stadtpolizisten geht. Ich – und auch Herr Postleb – haben großen Respekt vor ihrer Leistung.“

Dies unterstrich das Stadtoberhaupt auch in einem Brief an die rund 200 Stadtpolizistinnen und Stadtpolizisten. Dort heißt es: „Gerade in diesen Tagen machen Sie einen wichtigen und hervorragenden Job, den man auch nicht mal so nebenbei erlernt. Dafür möchte ich Ihnen an dieser Stelle persönlich herzlich danken!“

Wie geht es nun weiter? Feldmann will für ein „Bündnis Stadtsauberkeit“ werben – auch im Magistrat. Der Oberbürgermeister: „Ich habe Markus Frank und Rosemarie Heilig eingeladen, gemeinsam an einem Maßnahmenkatalog zu arbeiten – und diesen auch gemeinsam vorzustellen. Die Frankfurterinnen und Frankfurter erwarten zu Recht, dass wir bei diesem wichtigen Thema an einem Strang ziehen.“

 

 


Fortschreitende Digitalisierung ermöglicht mehr Service in Bürgerämtern: Termine können jetzt acht Tage im Voraus gebucht werden

(ffm) Die Bürgerämter der Stadt Frankfurt am Main haben den Terminservice noch einmal deutlich verbessert. Bisher war es lediglich möglich, Termine maximal zwei Tage im Voraus zu buchen. Ab Freitag, 25. September, können Termine in jedem Frankfurter Bürgeramt für die folgenden acht Kalendertage vereinbart werden. Dafür wurden in den letzten Wochen die technischen Voraussetzungen geschaffen.

„Damit erreichen wir eine noch bessere Planbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Stadtrat Jan Schneider, der für den Bürgerservice zuständige Dezernent. „Um ein möglichst großes Terminangebot gewährleisten zu können, müssen wir weiterhin dafür sorgen, dass angebotene und gebuchte Termine nicht ungenutzt bleiben.“

Seit 4. Mai - oder 21 Wochen - hat das Bürgeramt trotz Corona-Einschränkungen wieder für die Bürger geöffnet. Damit die Abstandsregeln eingehalten werden können, ist ein Besuch derzeit nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Bis zu 9500 Termine werden wöchentlich angeboten. Es gibt fast täglich auch kurzfristig freie Termine. Allerdings werden nach wie vor etwa zehn Prozent der gebuchten Termine nicht wahrgenommen und verfallen damit. Je länger im Voraus Termine gebucht werden, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bürger vergessen, nicht mehr aktuelle Terminwünsche zu stornieren. „Daher ist meine Bitte an die Bürgerinnen und Bürger, Termine wahrzunehmen oder sie rechtzeitig abzusagen“, fügt Stadtrat Schneider hinzu.

Buchungsbestätigung, Erinnerungs-Mail und Stornierung

Zu einer Verbesserung sollen auch weitere technische Möglichkeiten beitragen. Termine können, wie bisher schon, bequem online für das gewünschte Bürgeramt vereinbart werden. Zu einer hohen Verbindlichkeit und Terminklarheit soll ab sofort zusätzlich eine Buchungsbestätigungs-Mail mit den wichtigsten Hinweisen beitragen. So können die Informationen zum gebuchten Termin, zum richtigen Standort und zu den benötigten Unterlagen jederzeit mobil abgerufen werden. Darüber hinaus wird am Tag vor dem Termin automatisiert eine Erinnerungsnachricht verschickt. Per Link in der E-Mail kann der Termin problemlos storniert und damit für andere Bürgerinnen und Bürger wieder freigegeben werden.

Auch das Bürgeramt kann bei Bedarf per E-Mail in Kontakt treten, sollte – beispielsweise aufgrund von Corona-Einschränkungen – ein Termin verschoben werden müssen. Dieser zusätzliche Service ist natürlich nur möglich, wenn eine E-Mail-Adresse vorhanden ist, deren Angabe freiwillig ist. Die erhobenen Daten werden automatisch nach dem Termin gelöscht.

„Wir verbessern und erweitern damit neben dem Terminangebot auch den Service“, betont Oliver Becker, Leiter des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen. „Es gilt, im Sinne der Besucherinnen und Besucher eine möglichst hohe Auslastung und Termintreue zu erreichen.“

Weitere Hinweise des Bürgeramtes

Für alle Termine sind Zeitkontingente für jeweils gebuchten Dienstleistungen vorgesehen. Werden vor Ort andere oder mehr Dienstleistungen verlangt, verzögern sich die nachfolgenden Termine, weil die vorgesehene Zeit nicht ausreicht. Das ist möglichst zu vermeiden. Daher genügt es auch, zum Termin maximal fünf bis zehn Minuten vorher am Bürgeramt zu sein. Wer früher kommt, trägt zu längeren Warteschlangen und Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Abstandsregelung bei.

Es gelten die aktuellen Corona-Hygiene- und Abstandsregeln, insbesondere müssen Besucherinnen und Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen und werden gebeten auf die Abstands- und Hygieneregeln (Nies- und Hust-Etikette) zu achten.

 

 


Modernes Schuldorf auf historischem Grund

Baudezernent Schneider präsentiert Neubau der Römerstadtschule

(ffm) Der Neubau der Römerstadtschule in Heddernheim ist weit fortgeschritten. Zum kommenden Schuljahr können die für rund 300 Schülerinnen und Schüler ausgelegten Räume bezogen werden. „Hier entsteht unter der Projektleitung des Amtes für Bau und Immobilien ein besonders innovatives Schulgebäude“, sagte Baudezernent Jan Schneider bei einem Rundgang durch den Rohbau. „Der architektonische Entwurf geht ganz gezielt auf das pädagogische Konzept der Grundschule ein. Es entsteht hier eine Art Schuldorf auf dem historischen Grund der römischen Stadt Nida.“ Die Stadt Frankfurt am Main investiert rund 24 Millionen Euro in den Neubau in energiesparender Passivhausbauweise.

2016 wurde entschieden, das Ende der 60er Jahre errichtete Bestandsgebäude der Römerstadtschule nicht zu sanieren, sondern durch einen wirtschaftlicheren Neubau auf einem früher von den US-Streitkräften genutzten Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zu ersetzen. „Eine Auslagerung der Schule in Container während der Bauzeit wurde damit nicht nötig“, erläuterte Schneider. „Dadurch sparen wir auch Geld.“

Der erste Spatenstich für den Neubau erfolgte im Oktober 2018. Mittlerweile ist die Gebäudehülle bis auf kleinere Restarbeiten fertiggestellt. Derzeit erfolgt der Innenausbau. Nach Fertigstellung des Neubaus und dem Umzug der Schule im kommenden Jahr wird das alte „Erdehaus“ abgerissen und der Schulhof nach Norden erweitert.

Der Entwurf des Hamburger Büros Trapez Architektur sieht vier dreigeschossige Häuser vor, die sich um ein überdachtes Forum gruppieren. Sie sind nach den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft benannt und unterscheiden sich in der Farbgebung. Das barrierefreie Ensemble, dessen Form an ein Windrad erinnert, bildet eine Art Schuldorf mit Klassentrakt, Ganztagsbereich, Mensa und Verwaltung. Vorgesehen sind auch Fachräume für Musik und Kunst, eine Bibliothek sowie Experimentier-, Therapie- und EDV-Räume.

Dass die Römerstadtschule ihren Namen zu Recht trägt, zeigte sich bei der Vorbereitung des Baugrundstücks: Vom Denkmalamt beauftragte Archäologen stießen bei Grabungen auf eine Tempelanlage mit mindestens fünf Heiligtümern, die der römischen Stadt Nida zuzuordnen sind. Wegen der Sicherung dieser Bodendenkmäler beansprucht die Gestaltung der Außenanlagen der Schule mehr Zeit als üblich.

Bereits vorbereitet wird der zweite Bauabschnitt, die Errichtung einer Zweifeld-Sporthalle. Dafür müssen zunächst die alten Gebäude abgebrochen werden. Auch an dieser Stelle wird das Denkmalamt Grabungen durchführen, bevor mit dem Neubau begonnen werden kann.

 

 


Klima prägt Stadt: Diskussion liefert Beispiele für klimagerechte Stadtplanung

(ffm) Klimaangepasste Architektur und Stadtplanung, wie geht das zusammen? Zum Beispiel so: Man begrünt Gebäude, nutzt Regenwasser und codiert geplante Stadtquartiere nach Klima-Kriterien. Diese Meinung vertraten jedenfalls drei Experten am Dienstagabend, 15. September, bei der online-Diskussion „Klima prägt Stadt“ im Haus am Dom. Die vom Umweltdezernat organisierte Veranstaltung fand großes Interesse, der Saal mit dem geladenen Fachpublikum war ausgebucht. Auch online diskutierten Bürger engagiert mit.

Hans-Georg Dannert, Leiter Stadtklima und Klimawandel im Umweltamt, lieferte Daten und Fakten zum Frankfurter Stadtklima: „Bereits heute ist Frankfurt, wie so viele andere auch, stark überhitzt – Tendenz steigend.“ Schuld daran sei vor allem die Struktur der Stadt, Gebäude, Straßen – alles aus wärmespeicherndem Stein - und dazu eine mancherorts mangelhafte Durchlüftung. „In der wärmsten Stadt Deutschlands - ein bittersüßer Titel, den sie 2018 erhalten hat - muss sich etwas ändern“, resümierte Dannert.

Was das sein könnte, zeigten die geladenen Experten aus ganz Deutschland an Hand von Praxisbeispielen. Bernhard Schwarz von der Sinai - Gesellschaft von Landschaftsarchitekten aus Berlin stellte mit dem Bundesgartenschau-Gelände in Heilbronn die Entwicklung eines neuen Stadtteils vor, der auf die kommende Zeit gut vorbereitet ist. Es gehe darum „Natur und Mensch in Einklang zu bringen“, sagte Schwarz. Er schlug unter anderem eine „Klima-Codierung“ von Planungsgebieten vor.

Nicole Pfoser vom Kompetenzzentrum Gebäudegrün und Stadtklima aus Nürtingen veranschaulichte die vielfältigen Vorteile und unterschiedlichsten Möglichkeiten, Gebäude in Neubau und Bestand zu begrünen und damit fit für den Klimawandel zu machen. „Begrünung rechnet sich“, lautete ihr Fazit.

Gerhard Hauber von Ramboll Studio Dreiseitl aus Berlin vertiefte das Thema Wasser und stellte vor, was ein umfassendes (Regen-)Wassermanagement alles bewirken kann. Sein Credo lautet „naturnahe Wasserkreisläufe“. Regenwasser sollte im Wohnumfeld genutzt werden und nicht in den Kanal fließen.

In der Diskussion herrschte Einigkeit, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und sowohl die Politik, als auch die Planer bis hin zu den Bauherren gefordert sind, ihr Verhalten mutig zu überdenken. Aspekte wie Ausrichtung, Regenwassermanagement, Gebäudebegrünung und Materialwahl müssten bereits im frühen Stadium jeder Planung auf ihre Klimawandelangepasstheit hin überprüft und auf eine neue Weise realisiert werden.

Wie weit das Thema reicht, verdeutlichten auch die Kooperationspartner des Abends: Katholische Akademie Rabanus Maurus, Kuratorium Kulturelles Frankfurt, Institut für Stadtbaukunst und Umweltforum Rhein-Main. Als Schirmherrin fungierte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. Die Veranstaltung wurde vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als Teil des Integrierten Klimaschutzplans Hessen 2025 gefördert. Das Video der Veranstaltung ist unter https://youtu.be/8BtmCUKdbd4 abrufbar.

Weitere Informationen für die Medien gibt es im Umweltamt bei Hans-Georg Dannert, Telefon 069/212-39476, E-Mail hans-georg.dannert@stadt-frankfurt.de

 

 


Messe Frankfurt plant Frühjahr 2021 neu

 

Der aktuelle Pandemieverlauf führt dazu, dass die Messe Frankfurt im Jahr 2021 bis einschließlich März keine eigenen physischen Messen am Standort Frankfurt veranstalten wird. Das Unternehmen ordnet den Messekalender im Frühjahr neu und setzt dabei auf neue Synergien und digitale Ergänzungen.

 

Während in China seit Krisenbeginn bereits wieder 13 große Messen des Unternehmens an verschiedenen Standorten stattfinden konnten, sind solche Vorhaben in Deutschland aktuell nicht realisierbar. Im Hinblick auf Covid-19 gehören zwar Messehallen zu den sichersten überdachten Gebäuden, in denen sich Menschen aufhalten können, ohne einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt zu sein. Es kann in hoher Frequenz Frischluft zugeführt werden, und in Verbindung mit den vielfältigen Einzelmaßnahmen im Hygienekonzept wären geschäftliche Begegnungen auf dem Frankfurter Messegelände möglich.

Doch vor dem Hintergrund der erneuten Verschärfung behördlicher und vor allem auch firmeninterner Reiserestriktionen führt der aktuelle Pandemieverlauf leider zu einer zunehmenden Verunsicherung seitens der Messekunden.

Wolfgang Marzin „Wichtig für unsere Kunden ist unsere frühzeitige Entscheidung, denn jetzt müssten die Investitionen für die Messebeteiligungen ausgelöst werden. Die Messe Frankfurt wird konsequent dabei bleiben, im engen Schulterschluss mit den Kunden die Interessen der ausstellenden Industrien in den Mittelpunkt der Entscheidungen zu stellen.“

Auf die verschärften Reiserestriktionen reagiert die Messe Frankfurt daher mit einer Neuplanung des Messefrühjahres 2021 in Frankfurt:

 

Heimtextil auf 4. bis 7. Mai 2021 verlegt

Die Heimtextil 2021 wird vom Januar auf den 4. bis 7. Mai 2021 verlegt und findet dann parallel zur Techtextil und Texprocess 2021 in Frankfurt statt. „Aus großen Teilen der internationalen Wohn- und Objekttextilienbranche gibt es den Wunsch, die Heimtextil 2021 stattfinden zu lassen. Viele Unternehmen erhoffen sich vom Messeauftritt einen Anschub ihrer Geschäfte nach dem Re-Start. Dieser Notwendigkeit fühlen wir uns mehr denn je verpflichtet“, erklärt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Allerdings stellen die aktuellen Reisebeschränkungen und die erneut ansteigenden Infektionszahlen derzeit eine große Hürde für unsere sehr international ausgerichtete Veranstaltung dar. Wir stehen im intensiven Austausch mit unseren Ausstellern wie auch den zuständigen Behörden und setzen uns mit ganzer Kraft für eine sichere und erfolgversprechende Ausrichtung der Heimtextil 2021 ein.“

 

Für die Heimtextil bietet der neue Termin die Chance, gemeinsam mit den beiden Textilfachmessen die gesamte textile Wertschöpfungskette zeitgleich auf dem Frankfurter Messegelände abzubilden.

 

„Die genannten Modalitäten bzw. externen Rahmenbedingungen gelten für sämtliche Branchen gleichermaßen, so auch für den Themenbereich Konsumgüter im Allgemeinen", ergänzt Braun.

 

„International Consumer Goods Show – Special Edition“ bündelt das Konsumgüterangebot der Messe Frankfurt 2021

 

Einmalig finden vom 17. bis 20. April 2021 die Messen Ambiente, Christmasworld und Paperworld als gemeinsame Veranstaltung unter dem Namen „International Consumer Goods Show – Special Edition“ in Frankfurt am Main statt. Die Präsenzveranstaltung wird durch gezielte digitale Angebote der Consumer Goods Digital Days ergänzt. Hier werden auch die rein digitalen Angebote der Creativeworld zu finden sein, die 2021 als physischer Treffpunkt einmalig aussetzt. Aufgrund der Zusammenlegung, des neuen Termins und des hybriden Charakters der Veranstaltung ergeben sich unter den aktuell vorherrschenden Pandemie-Bedingungen neue geschäftsfördernde Synergie-Effekte für die gesamte Branche.

 

Neue Reichweite: Nutzung des digitalen Marktplatz Nextrade wird ausgeweitet

 

Als erster digitaler B2B-Marktplatz für Home & Living führt die Plattform Nextrade Angebot und Nachfrage der gesamten Branche zusammen – und schafft damit einen großen Mehrwert für beide Seiten. Seit 2019 nutzen Kunden der Ambiente, Tendence und Nordstil das Portal mit Services rund um Order- und Datenmanagement. 2021 steht das Portal erstmalig auch Kunden der Heimtextil, Christmasworld, Creativeworld zur Verfügung, um die physische Messeteilnahme zu verlängern und ganzjährige Orders zu ermöglichen: www.nextrade.market

 

ISH vom 22. bis 26. März 2021 ausschließlich digital

Die ISH wird 2021 als rein digitale Veranstaltung stattfinden und eine Vielzahl an Angeboten bereitstellen. Dazu zählen beispielsweise Ausstellerpräsentationen (Produkte, Informationen, Videos, Ansprechpartner, Chatfunktionen und 1-zu-1 Videoanrufe), intelligentes Matchmaking mit passenden Geschäftspartnern zur Leadgenerierung unterstützt durch künstliche Intelligenz, Live-Streamings und On-Demand Übertragungen des Rahmenprogramms sowie die Terminvergabe für Online-Meetings mit den Ausstellern. Und das alles ist während der Veranstaltung rund um die Uhr über die verschiedenen Zeitzonen hinweg weltweit verfügbar. Weitere Informationen dazu folgen in Kürze.

 

 

Ansprechpartner


Heimtextil, Techtextil, Texprocess

Thimo Schwenzfeier, Tel. +49 (0)69 7575 6291
E-Mail: 
thimo.schwenzfeier@messefrankfurt.com

Ambiente

Erdmann Kilian, Tel. +49 (0)69 7575 5871

E-Mail: erdmann.kilian@messefrankfurt.com

 

Paperworld, Christmasworld, Creativeworld

Margit Herberth, Tel. +49 (0)69 7575 6260

margit.herberth@messefrankfurt.com

 

ISH

Dominique Ewert, Tel. +49 (0)69 7575 6463

dominique.ewert@messefrankfurt.com

 

 


Oberbürgermeister Feldmann unterzeichnet offenen Brief an Bundeskanzlerin

(ffm) Zehn Städte, 15 Oberbürgermeister - Stand Freitag, 18. September, morgens - sowie etliche weitere Politiker haben einen offenen Brief des Bündnisses „Seebrücke“ unterzeichnet. Darin fordern sie Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, Solidarität mit den obdachlos gewordenen Flüchtlingen aus dem abgebrannten Camp Moria zu zeigen und ihnen in Deutschland Zuflucht zu gewähren. Die Städte sichern dabei ihre Bereitschaft zu, Geflüchtete in Not aufzunehmen. Nun hat Oberbürgermeister Peter Feldmann den Appell für die Stadt Frankfurt am Main unterzeichnet.

„Es ist unsere humanitäre Pflicht, in dieser Notlage zu helfen. Ich begrüße den Beschluss der Bundesregierung, 1553 Geflüchtete aus dem griechischen Lager Moria aufzunehmen. Frankfurt wird hier seinen Teil leisten“, sagt Feldmann. Er fügt hinzu: „Ich bin aber überzeugt, dass Frankfurt darüber hinaus noch mehr Geflüchteten ein neues Zuhause geben kann.“ Es sei nicht die Zeit, auf europäische Lösungen zu warten, sondern notwendig, sofort zu handeln.

Durch den verheerenden Brand in dem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos sind 12.000 Geflüchtete, darunter 4000 Kinder, obdachlos geworden.

 

 

Bild:© afp/ANGELOS TZORTZINIS

Schirmherr Oberbürgermeister Feldmann ruft die Stadtgesellschaft zur Beteiligung auf: ‚Macht euch stark für Kinderrechte!‚‘

(ffm) Die Kinderrechtskampagne Stadt der Kinder lädt ab sofort bis zum 31. Dezember ein, Bewerbungen für Veranstaltungen und Aktionen beim Kinderbüro abzugeben.

Die Bewerbung ist kinderleicht: Formular im Kinderbüro anfordern oder auf der Homepage herunterladen, ausfüllen und ans Kinderbüro senden. Bei der Planung und Durchführung von Aktionen bietet das Kinderbüro seine Unterstützung an, sei es in Form finanzieller Förderung, persönlicher Beratung, fachlicher Schulung oder mit Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Oberbürgermeister und Schirmherr Peter Feldmann sagt zum Kampagnenstart: „Die Kampagne zielt darauf ab, die Menschenrechte von Kindern aus der Theorie in den gelebten Alltag zu bringen. Wie wichtig das ist, erleben wir immer wieder – aber in diesem Jahr ist es uns deutlicher als je zuvor bewusst geworden. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Kampagne sich nochmals dem Thema Bildung widmet.“

Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung der Stadt Frankfurt, bekräftigt: „Mit dem Recht auf Bildung stellen wir ein Thema in den Mittelpunkt, das mich nicht nur von Amts wegen besonders interessiert. Im Coronajahr hat das Thema an Wichtigkeit und auch Brisanz gewonnen. Familien, Schulen und Kitas, Politiker auf allen Ebenen und viele andere Menschen mussten Bildung auf einmal neu und viel breiter denken. Ich weiß, dass wir daraus viele neue Ideen entwickeln können, was Bildung ist, wo sie stattfindet, und wie wir sie gestalten können. Ich bin deshalb ganz besonders gespannt auf die Veranstaltungen und Projekte dieser Kampagne.“

Seit 2017 koordiniert das Frankfurter Kinderbüro die jährliche Kinderrechtskampagne Stadt der Kinder, um die Kinderrechte in Frankfurt bekannt zu machen. Mit vielen Veranstaltungen in den Stadtteilen können Kinder ganz praktisch von ihren Rechten erfahren.

Bei Stadt der Kinder stehen stets bestimmte Artikel der UN-Kinderrechtskonvention im Mittelpunkt. Schon 2020 sollte die Kampagne mit Fokus auf Bildung, Artikel 28 und 29 der UN-Kinderrechtskonvention, stattfinden. Sie musste dann, wie so viele andere Veranstaltungen, wegen Corona verschoben werden. Im Aktionszeitraum vom 31. Mai bis zum 5. Juni 2021 feiern Kinder in zahlreichen Veranstaltungen ihre Rechte.

Die Kampagne startet immer am 20. September zum Weltkindertag. Pünktlich zum Start präsentieren alle öffentlichen Bibliotheken der Frankfurter Stadtbücherei und fünf Schulbibliotheken Büchertische mit aktuellen Medien zum Thema Bildung. Zudem verschickt das Kinderbüro die Broschüre „Kinderrechte – leicht erklärt“ an alle Frankfurter Schulen. Alle Schülerinnen und Schüler der 2. und 6. Klassen erhalten ein Exemplar. Eine Ausgabe, die speziell für Kinder bis sechs Jahre konzipiert ist, geht an alle Kindergärten.

Parallel nehmen die Vorbereitungen für die Aktionstage 2021 Fahrt auf. Das Frankfurter Kinderbüro hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, ein noch breiteres und bunteres Mitmach-Programm als schon in den vergangenen Jahren anbieten zu können. Hierbei braucht es das Engagement vieler.

„Mein Dank gilt den vielen Menschen, die sich in den letzten Jahren engagiert haben, allen voran den Kinderbeauftragen der Stadtteile. Ich hoffe auch für dieses Kampagnenjahr auf zahlreiche Beteiligung“, sagt Stadträtin Weber.

Oberbürgermeister Feldmann betont: „Ohne Zweifel ist Bildung eines der wichtigsten Kinderrechte. Denn Bildung trägt dazu bei, dass Kinder die Welt entdecken und selbstbestimmt ihren Platz darin finden können. Ich freue mich ungemein, dass wir es auch jetzt, trotz aller Widrigkeiten, wieder schaffen, Frankfurt in die Stadt der Kinder zu verwandeln. Ich bin sehr gespannt auf die Ideen, Veranstaltungen und Projekte.“

 

 


Führungen in Migrations-Ausstellung im Weltkulturen Museum: Anmeldung jetzt möglich!

(ffm) Das Weltkulturen Museum lädt ein zu öffentlichen Führungen in der Ausstellung „Weltenbewegend. Migration macht Geschichten“ am Mittwoch, 23. September, um 18 Uhr sowie am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr.

Auf der ganzen Welt sind und waren Menschen in Bewegung. Mit ihnen wandern auch Lebensstile, Sprachen, Musik, Kunst und Handwerk. Vieles, was für eine Kultur als „authentisch“ gilt, erweist sich auf den zweiten Blick als „Import“. Ausgehend von den eigenen Sammlungen greift „Weltenbewegend“ assoziativ Fragen auf, die zeigen, wie die verschiedenen Kulturen der Welt schon seit jeher im Austausch stehen: Ob historische Siedlungsbewegungen, Arbeitsmigration oder Globalisierung – Menschen und damit auch ihre unterschiedlichen Kulturen stehen in stetigem Austausch. Ist Migration wirklich nur Ursache von Problemen oder vielmehr wichtiger Motor für neue Wege des Zusammenlebens in einer sich ständig verändernden Welt?

Wer sich für eine öffentliche Führung interessiert, sollte sich baldmöglichst per E-Mail unter weltkulturen.bildung@stadt-frankfurt.de anmelden. Der Eintritt zur Ausstellung am Schaumainkai 29 beträgt 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Die Führung ist kostenlos. Wer die Ausstellung ohne Führung besuchen möchte – dienstags, donnerstags bis sonntags, 11 bis 18 Uhr und mittwochs 11 bis 20 Uhr – benötigt keine Anmeldung.

 

 


Bürgerstunde mit dem OB

Nachdem - bedingt durch die Corona-Pandemie - in den letzten Monaten ausschließlich virtuelle Online-Sprechstunden stattfinden konnten, bietet Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende am Mittwoch, 23. September, um 15 Uhr eine weitere reguläre Sprechstunde im Rathaus an.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende bietet am Mittwoch, 23. September, um 15 Uhr seine nächste Bürgersprechstunde im Rathaus am Schlossplatz an. Dann gelten die üblichen Corona Schutzmaßnahmen. Aus diesem Grund können nur Bürgerinnen und Bürger teilnehmen, die sich vorher telefonisch angemeldet haben.

Anmeldungen werden ab Donnerstag, 17. September, unter der Telefonnummer 0611 / 31-3740 entgegengenommen. Die Anzahl der Besucher ist auf zehn Personen begrenzt, die Bürgerinnen und Bürger müssen vor dem Rathaus warten und werden an der Tür abgeholt. Pro Anliegen kann nur eine Person mit dem Oberbürgermeister sprechen

 

 


Rathaus hat teilweise wieder geöffnet

Das Rathaus wird ab sofort teilweise wieder geöffnet. Dies hat der Verwaltungsstab in seiner Sitzung am Montag, 14. September, beschlossen.

 

 

Besucherinnen und Besucher dürfen wieder die Ausstellungen im Foyer besichtigen. Dabei ist die Anzahl auf maximal zehn Personen beschränkt. Die Toiletten müssen coronabedingt geschlossen bleiben. Die Öffnung der Toiletten wäre mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden, weil es einer Personalerhöhung im Bereich der Toilettenreinigung bedarf. Für die Nutzung von Toiletten wurde während der Schließungszeit ein Toilettenwagen organisiert, der auch weiterhin zur Verfügung steht.

Persönliche Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses sind jederzeit nach telefonischer Terminvereinbarung möglich. Unbegrenzter Zugang zum Rathaus ist momentan aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen nicht vertretbar, da auch mittlerweile besonders gefährdete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz oder teilweise wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sind. Das Ortsgericht hat mittlerweile seinen Betrieb wieder aufgenommen und arbeitet wieder mit vorheriger Terminvereinbarung.

Als erster Künstler nach der Schließung des Rathauses zeigt der Künstler Michael Apitz eine Reihe neuer abstrakter Landschaftsgemälde von Donnerstag, 17. September, bis Dienstag, 29. September, im Foyer des Rathauses, Schlossplatz 6. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr zu besichtigen. Im Zentrum der Ausstellung steht „EINHEIT-Deutscher Wein“, ein Gesamtkunstwerk aus Wein und Malerei, entstanden zum Jubiläum 30 Jahre Wiedervereinigung. In „EINHEIT “ verschmelzen zwei edle deutsche Weine, einer aus Ost, der andere aus West, in einer Flasche zu einem neuen Ganzen. Das Apitz-Gemälde setzt diesen symbolischen Akt malerisch in Szene. EINHEIT wurde Ende August 2020 in Berlin in der hessischen Landesvertretung im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt – jetzt ist das Gemälde erstmals im Wiesbadener Rathaus öffentlich in einer Ausstellung zu sehen.

Die Einhaltung der geltenden Corona-Auflagen – unter anderem das Tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung – ist zu beachten. Die Abstandsregeln von 1,50 Meter müssen eingehalten werden. Zudem müssen sich die Besucherinnen und Besucher vor dem Betreten an der Rathauspforte mit ihrem Namen, ihrer Adresse sowie ihrer Rufnummer registrieren.


OPEN BOOKS 2020: Neue Orte, neue Kooperationen, Lesungen Live und Digital

(ffm) Das Lesefest OPEN BOOKS, das seit 2009 parallel zur Frankfurter Buchmesse stattfindet, erweitert sich im Jahr 2020 um neue Orte und bietet knapp 100 Lesungen und Podien für Besucher bei freiem Eintritt. OPEN BOOKS setzt auf Präsenzveranstaltungen mit Publikum – selbstverständlich unter Berücksichtigung der geltenden Verordnungen und Empfehlungen zum Infektionsschutz. Um möglichst vielen Interessierten den Besuch der Veranstaltungen zu ermöglichen, dehnt das Lesefest, das traditionell rund um den Frankfurter Römerberg und in der neuen Altstadt ausgerichtet wird, seinen Radius um neue Räume in der Innenstadt aus. Für den Buchmessensamstag ist zudem ein Aktionstag für den lokalen Buchhandel in Frankfurt und Offenbach geplant.

„Mit dem Lesefest OPEN BOOKS leistet die Stadt Frankfurt einen wichtigen Beitrag zur Buchmesse. Hier wird auch unter Corona-Bedingungen möglich, was die Buchmesse seit jeher auszeichnet: Die persönliche Begegnung mit Autorinnen und Autoren; Herbstnovitäten werden vorgestellt und Debatten über drängende aktuelle Themen geführt. In seiner Konzentration auf das Buch, das mit OPEN BOOKS vermittelt und verbreitet werden soll, hat das Lesefest ein klares Konzept und eine wichtige Mission. Ich freue mich, dass das Lesefest dank einer guten Organisation unter Corona-Bedingungen mit Publikum stattfinden kann“, sagt Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt.

Auch in diesem Jahr präsentiert OPEN BOOKS die wichtigsten Neuerscheinungen in den Sparten Belletristik, Sachbuch, Lyrik und Comic. Des Weiteren wird der traditionelle Lesemarathon „Literatur im Römer" am Buchmessenmittwoch und -donnerstag durchgeführt. OPEN BOOKS freut sich in diesem Jahr über neue Kooperationspartner: Neben der traditionellen gemeinsamen Eröffnung, ist „Das Blaue Sofa“ mit zwei Krimiabenden zu Gast, zudem werden unter dem Dach von OPEN BOOKS die 3sat Buchzeit, die DFB-Kulturstiftung mit einem Fußballabend, die SWR-Bestenliste sowie die für den Schweizer Buchpreis 2020 nominierten Autorinnen und Autoren zu Gast sein. OPEN BOOKS KIDS erhält in der Deutschen Nationalbibliothek einen großzügigen Raum für Familienveranstaltungen am Wochenende.

Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, ergänzt: „Unser Ziel für OPEN BOOKS 2020 ist es, ein Lesefest zu organisieren, das den Spagat zwischen Lesungsnormalität und Gesundheitsschutz schafft. Das sind wir unserem Publikum, aber auch den Autorinnen und Autoren sowie den Verlagen schuldig. Auch wenn es Livestreams geben wird, liegt unsere Priorität darauf, vielen Menschen den Besuch der Lesungen zu ermöglichen. Das ist besonders wichtig bei einem Lesefest, das sich schon immer an eine breite Öffentlichkeit wendet."

Zu den Teilnehmern gehören unter anderem Jan Assmann, Zsuzsa Bánk, Zoë Beck, Christian Berkel, Helmut Brandstätter, Andreas Buck, Friedrich Curtius, Katja Ebstein, Roman Ehrlich, Melisa Erkurt, Veit Etzold, Iris Hanika, Oliver Hilmes, Andrea Petkovic, Ijoma Mangold, Kristof Magnusson, Alfons Kaiser, Ralf König, Wladimir Klitschko, Wladimir Kaminer, Benjamin Moser, Ursula Poznanski, Rüdiger Schaper, Ronen Steinke, Tilman Spreckelsen, Andreas Winkelmann, Johannes Willms, Klaus-Peter Wolf und Nell Zink.

Der Eintritt ist frei, das Programm wird Mitte September auf der Website http://www.openbooks-frankfurt.de veröffentlicht.

Eine willkommene Ergänzung erfährt OPEN BOOKS zudem durch eine gemeinschaftliche Aktion der Frankfurter Buchhandlungen – den Tag der Frankfurter Buchhandlungen. Am Samstag, 17. Oktober, laden Frankfurter und Offenbacher Buchhändler zu Gesprächen und Begegnungen im persönlichen Rahmen ein. Abseits der Messehallen können Interessierte Neuerscheinungen entdecken und sich über persönliche Favoriten der Buchhändler informieren. Weitere Informationen zum Tag der Frankfurter Buchhandlungen sind ab Ende September auf http://www.literaturstadt-frankfurt.de zu finden.

 

 


‚Umwandlung der Hagia Sophia ist ein Angriff auf das christlich-muslimische Miteinander‘

Bürgermeister und Kirchendezernent Becker richtet Schreiben an türkischen Generalkonsul

(ffm) „Die mit dem ersten Freitagsgebet am 24. Juli nun auch faktisch vollzogene Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul von einem Museum in eine Moschee ist aus meiner Sicht ein Angriff auf das friedliche Miteinander von Christen und Muslimen. Ich bedauere sehr, dass der Präsident der Republik Türkei, Recep Tayyip Erdogan, seine frühere Auffassung geändert hat und gerade auch mit der gewählten Inszenierung die Bedeutung der Hagia Sophia zur eigenen Machtdemonstration nutzt. Dieses Vorgehen, das auch das Erbe Atatürks verletzt und von vielen Menschen in der Türkei ebenso kritisch betrachtet wird, ist leider dazu geeignet, Gräben zwischen den Religionen aufzureißen, statt Brücken zu bauen. Gerade auch, wenn aus der Führung der AKP heraus die Eroberung mit dem Schwert als historisches Sprachbild gebraucht wird, um die vermeintliche Überlegenheit des Islam gegenüber dem Christentum damit ausdrücken zu wollen. Der vergangene Freitag war ein schwarzer Tag für das Miteinander von Christen und Muslimen in der Welt und ich kann nur meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass unser Miteinander in Frankfurt davon keinen Schaden nimmt“, erklärte Becker am Montag, 27. Juli, in einem Schreiben an den türkischen Generalkonsul in Frankfurt.

„Das Miteinander von 170 Nationen und 160 Gemeinden und Gemeinschaften aller Weltreligionen in unserer Stadt Frankfurt am Main funktioniert bei allen vorhandenen Konflikten deshalb so erfolgreich, weil die übergroße Mehrheit der Menschen in unserer Stadt respektvoll dem jeweils anderen und dessen kulturellen und religiösen Vorstellungen begegnet. Diesen Respekt vermisse ich bei der von Staatspräsident Erdogan getroffenen und am Freitag vollzogenen Entscheidung, die mehr ist, als die bloße Umnutzung irgendeines Museums, sondern ein bewusst nach innen wie nach außen gerichtetes politisches Signal. Der türkischen Politik wünsche ich tatsächliche Stärke und Größe und die Rückbesinnung auf die Weisheit des Gründers der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk. Bitte leiten Sie meine Stellungnahme auch an Ihre übergeordneten Stellen weiter“, heißt es in dem Schreiben.

 

 


Parken im RMCC soll zeitweise kostenfrei werden

Verkehrsdezernent Andreas Kowol und die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH führten ein erstes konstruktives Gespräch mit Contipark, den Betreibern des RMCC-Parkhauses an der Wilhelmstraße, über eine zeitweise kostenlosen Nutzung der dortigen Parkplätze während der Corona-Pandemie.

Ziel des Gespräches war laut Stadtrat Kowol „die Schaffung temporärer kostenloser Parkplätze während der Corona-Pandemie, um die lokale Wirtschaft zu unterstützen“. Kernbestandteil des städtischen Vorschlags ist, vor allem Innenstadtbesucherinnen und -besuchern von außerhalb Wiesbadens für eine beschränkte Zeit eine voraussichtlich drei bis fünf Stunden umfassende kostenlose Nutzung der Tiefgarage zu ermöglichen.

Damit reagiert die Stadt auch auf ein durch die Corona-Pandemie bedingtes erhöhtes Sicherheitsbedürfnis, dass sich vielerorts in einem Rückgang der ÖPNV-Fahrgastzahlen bei gleichzeitig vermehrter Nutzung des eigenen Autos oder Fahrrads bemerkbar macht. Denn auf diese Weise bleibt auch unter den gegebenen Bedingungen eine gute Erreichbarkeit der Wiesbadener Innenstadt weiter gewährleistet.

Kowol betont zudem, dass das RMCC Parkhaus für diese Maßnahme besonders geeignet sei, denn „die RMCC-Tiefgarage ist außerhalb von Veranstaltungen nie ausgelastet und aktuell steht sie fast immer nahezu leer“. Zudem ist die Erreichbarkeit der RMCC-Tiefgarage gerade für Besucherinnen und Besucher aus dem Süden ohne große zusätzliche Verkehrsbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner gegeben.
Gegebenenfalls ließe sich dieses Angebot auch auf eine nächtliche Nutzung durch Anwohnerinnen und Anwohner erweitern. Beispielsweise von Bewohnern in Straßen mit einem besonders stark limitierten Parkraumangebot im öffentlichen Raum wie der Bahnhofstraße, der Moritzstraße, der Rheinbahnstraße oder der Adelheidstraße. Auch hier wäre eine kostenfreie Nutzung der Tiefgarage zwischen 18 und 8 Uhr denkbar.

Ziel der Maßnahme ist es, den täglichen auswärtigen Besucherinnen und Besuchern der Wiesbadener Innenstadt im Sinne einer neuen Park-and-Walk-Strategie eine wenig bekannte Alternative zu den besonders stark frequentierten Parkhäusern im Kern der Innenstadt aufzuzeigen. Denn auch von der RMCC-Tiefgarage lassen sich die zentralen Magneten der Innenstadt in nur wenigen Gehminuten erreichen. Nicht nur beginnt die Flaniermeile Willhelmstraße quasi direkt vor der Tür, auch die Kirchgasse oder das Dernschen Gelände lassen sich von dort durch einen kurzen Fußweg von etwa 7 Minuten oder 550 Metern erreichen.

Perspektivisch soll diese Maßnahme allerdings nur das Pilotprojekt für einen umfassenderen Parkhaus-Ring um die Innenstadt darstellen, mit der es laut Kowol darum geht, „Alternativen für wegfallende Parkplätze zu schaffen, den Parkdruck im Straßenbereich zu verringern und Parksuchverkehr zu vermeiden“. Denn es sind gerade die inneren Bereiche der Innenstadt, die momentan noch zu stark von vermeidbarem Parkplatzsuchverkehr betroffen sind.

So gibt es auch einige andere Parkhäuser rund um das historische Fünfeck, in denen noch reichlich Parkkapazitäten vorhanden sind, die aber aufgrund ihrer geringfügig größeren Distanz zur Innenstadt bei der Parkplatzsuche noch zu wenig Beachtung finden. Beispielsweise das Coulinparkhaus oder die Parkhäuser Luisenforum, Lili und City II.

 

 



Große Gastfreundschaft in Anamur

 

Gastfreundschaft scheint den Türken im Blut zu liegen. Das haben zwölf Binger bei ihrer „Kultur- und Wander-Reise“ in die Partnerstadt Anamur erfahren. Eine Woche waren sie unterwegs. Vom ersten bis zum letzten Tag wurden sie von Deutschlehrer Can begleitet. Er unterrichtet Touristik-Studenten an der Berufshochschule.

Die Stadtverwaltung Anamur hatte für die Gäste wie immer ein beachtenswertes Programm ausgearbeitet. Der erst im März gewählte neue Bürgermeister Hidayet Kilinc empfing die Gäste in seinem Büro. Er ließ es sich nicht nehmen, so oft als möglich am Programm teilzunehmen. Ein Muss war die Besichtigung der malerisch beleuchteten Tropfsteinhöhle, eine der tiefsten Höhlen der Welt. Bei Atemwegserkrankungen werden ihr heilende Wirkung zugesprochen. In der antiken Stadt „Anemurium“ aus dem 3. Jahrhundert vor Christus, zeugen Überreste von Kirchen, Bädern, des Theaters und 350 Gräbern von einer bewegten Vergangenheit. Sie wurde strategisch am „Cap Anamur“, dem südlichsten Punkt der Türkei mit Blick auf die rund 70 km entfernten Berge der Insel Zypern, gebaut. Viel Beifall erhielt die fachkundige Führung eines Geologen der Universität Konya, der dort seit rund zwei Jahren mit seinem Team Ausgrabungen und Restaurationsarbeiten durchführt. In einigen Jahren werden sich hier, ähnlich wie im berühmten Ephesus, Scharen von Touristen  tummeln.

Die Besichtigung einer Bananenplantage und ein Rundweg um den Stausee durften nicht fehlen. Belohnt wurde die Wanderung mit fangfrisch gegrillten Forellen aus dem eiskalten Bach. Und wer keine Lust zum Wandern hatte, konnte sich am Hotelstrand oder am Pool bei rund 28 Grand im Schatten ausruhen. Für Ende Oktober angenehme Temperaturen, bei denen man auch abends noch draußen sitzen konnte.

Bei der an drei Tagen stattfindenden überregionalen Verbrauchermessen hatten die Binger einen Stand eingerichtet. Mit einer Broschüre in türkischer Sprache und einer Foto- und Videoshow machten sie die Stadt Bingen bekannt. Das Interesse war erstaunlich groß und häufig ließen sich die Besucher am Stand fotografieren.

 

Die freundlichen Menschen und ihre unbeschreiblich große Gastfreundschaft waren beeindruckend. So etwa beim Abschiedsessen am letzten Abend auf der Hotel-Terrasse, an dem mehr als 40 Personen teilnahmen. Der Bürgermeister hatte den Landrat, Verwaltungsmitarbeiter, den Vorstand des Partnerschaftsvereins und andere Gästebetreuer dazu eingeladen. In den Redebeiträgen hörte man viel Dank für den Besuch aus Bingen und die Überzeugung, dass die Städtepartnerschaft eine Verpflichtung ist, Freundschaften und Zusammenarbeit zu pflegen und auszubauen.  



(gl) Oberbürgermeister Michael Ebling: „Jens Beutel war ein Mann des Ausgleichs und des Dialogs. Er war ein engagierter Teamplayer der stets das Gemeinschaftliche in unserer Stadt betonte“

Am Mittwoch, 8. Mai 2019 ist der ehemalige Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel im Alter von 72 Jahren verstorben.

Jens Beutel war von 1997 bis 2011 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz. In rund vier Jahrzehnten engagierte er sich in unterschiedlichsten Funktionen kommunalpolitisch für unsere Stadt. 1989 wurde er in den Stadtrat gewählt und führte von 1995 bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister die SPD-Stadtratsfraktion als Fraktionsvorsitzender. Zuvor war er von 1974 bis 1989 Mitglied des Mombacher Ortsbeirats. Darüber hinaus engagierte sich Jens Beutel als langjähriger Vorsitzender des Städtetags Rheinland-Pfalz, als Präsident der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft, im Rat der Gemeinden und Regionen Europas sowie in vielen Mainzer Kuratorien und Stiftungen. 

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Die Nachricht vom viel zu frühen Tod Jens Beutels hat mich tief berührt. Jens Beutel hat fast 15 Jahre lang als erster direkt gewähl¬ter Oberbürgermeister die Geschicke unserer Stadt bestimmt und in vielen Bereichen wegweisende Weichen für die Stadt gestellt, wovon die Menschen bis heute profitieren. Was Mainz heute ist, das verdankt es auch zu einem guten Teil seiner Arbeit und seinem Einsatz. 

Jens Beutel hat sich fast 40 Jahre lang mit Leib und Seele in das öffentliche und politische Leben unserer Stadt, seiner Wahlheimat, eingebracht. Politik war dabei für ihn nie nur eine ehren- oder hauptamtliche Aufgabe. Politik, insbesondere die Kommunalpolitik, war für Jens Beutel eine hohe Erfüllung in seinem Leben. Dabei war er stets ein Mann des Ausgleichs und des Dialogs – Eigenschaften, die im politischen Alltag gar nicht hoch genug zu würdigen sind. 

Jens Beutel hat sich nie als Einzelkämpfer verstanden. Vielmehr war er ein engagierter Teamplayer, der die Stadtverwaltung, aber auch die Stadtratsfraktionen, die Vereine, Institutionen und Bürger¬initiativen einzubinden verstand, der den Dialog suchte und das Gemeinschaftliche in unserer Stadt immer betonte. 

Mit viel Herzblut und mit hohem – insbesondere auch juristischem – Sachverstand hat er sich zudem in Arbeitsbereichen engagiert, die über die reinen Pflicht¬aufgaben eines Oberbürgermeisters weit hinaus gehen, sei es in Sachen Fluglärm oder Rheinufergestaltung, sei es beim Bau der neuen Synagoge oder sei es für das neue Stadion des FSV Mainz 05, dessen positive Außenwirkung er nicht nur als leidenschaftlicher Fußballfan sondern auch als Repräsentant unserer Stadt für Mainz erkannt hat. Sport war seine große Leidenschaft. Er hat nicht nur selbst bei seiner Eintracht Mombach Handball gespielt, sondern war auch am Schachbrett ein begnadeter Stratege.

Der Ausbau der Beziehungen zu unseren Partnerstädten war ihm ein wichtiges Anliegen. Die Kontakte zu den Partnerstädten sind in den anderthalb Jahrzehnten seiner Amtszeit stetig gewachsen und werden auch in Zukunft reiche Früchte tragen. 

Unter Jens Beutel wurde das Rathaus zu einem Ort der Begegnung. Davon zeugen die Bürgerempfänge und Ehrungen, die Ausstellungen, die vielen Besuche von Schülerinnen und Schülern aus der ganzen Welt, die Kon¬takte mit den Partnerstädten, die Konferenzen und Tagungen und die Einbürgerungsfeiern, die unter ihm erstmalig im Rathaus statt¬fanden.

Die Stadt Mainz trauert um Jens Beutel. Sein Lebenswerk verdient höchste Anerkennung. Wir danken ihm für seine bleibenden Verdienste um unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger und blicken mit großem Respekt auf seine Lebensleistung. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der ganzen Familie und allen Freunden“.

Im Mainzer Rathaus und in der Ortsverwaltung Mombach wird ab Montag, 13. Mai 2019 ein Kondolenzbuch für Jens Beutel ausgelegt.

 

 



Binger Brezel als Symbol

Lernen zahlt sich aus. Saban Kesen aus Anamur hatte im Binger Backhaus Lüning gelernt, wie man Brezel backt. Nun sind Brezel ein Symbol der seit sieben Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Bingen am Rhein und Anamur in der Südtürkei geworden. In der Fußgängerzone von Anamur herrschte reges Interesse, als eine Binger Reisegruppe original „Binger Brezel“ an die Bevölkerung verteilte und damit symbolisch auf die Städtepartnerschaft und die vielen zwischenmenschlichen Kontakte hingewiesen hatte. Ein regionaler Fernsehsender berichtete von der Aktion und befragte Fußgänger nach deren Meinung. Eine echte Alternative zu dem beliebten Sesamkringel (Simit), war der Tenor.

Die Teilnehmer der vom Freundeskreis Bingen-Anamur organisierten „Kultur- und Wanderreise“ konnten in einer Woche viel erleben. Etwa bei Wanderungen auf die Hügel, von wo aus man einen unbeschreiblichen Blick auf die Stadt und das Meer genießen kann. Die Wanderung am Stausee gehört mittlerweile zum Pflichtprogramm. Je nach Wasserstand ragen Teile der überfluteten Häuser und die Spitze eines Minarett aus dem Wasser. Die Fahrt dorthin führt über den Dragon-Fluß und die berühmte Alaköprü, einer Brücke aus dem 14. Jahrhundert. Von der Pumpstation nahe der antiken Stadt Anemurium und von dort rund 70 Kilometer auf dem Meeresgrund liegen Rohre, die Trinkwasser aus dem Stausee bis nach Nordzypern fördern. In Anemurium, dessen Gründung bis ins 4 Jahrhundert vor Chr. datiert, sind neben dem gut erhaltenen Badehaus, dem Theater oder den Nekropolen auch viele Mosaiken zu bewundern. Eine der Abbildungen ist übrigens auch im Partnerschaftsgarten in den Binger Rheinanlagen zu bewundern.

Warum die Banane krumm ist, das konnte man bei der Führung durch die Bananenplantage erahnen. Die Binger bekamen dort Informationen über den Anbau und die Pflege des „gelben Goldes“, der Haupteinnahmequelle in Anamur. Die Besucher wissen jetzt, wie die grün geernteten Bananen schnell eine gelbe Farbe bekommmen. Phantastische Lichtspiele waren in der Tropfsteinhöhle zu bewundern. Sie wurde erst 2002 von einem Lehrer beim Ausflug mit seinen Schülern zufällig entdeckt und in den letzten Jahren von der Stadtverwaltung mit aufwändigen Treppen, Geländern und Beleuchtung zum Besuch hergerichtet. Für Asthmakranke hat der Aufenthalt heilende Wirkung.

In den Genuss einer Führung durch die Raubritterburg „Marmure Kalesi“ aus dem 3. Jahrhundert kamen die Kultur- und Wanderreisenden nur aufgrund der guten städtepartnerschaftlichen Beziehungen, denn wegen Bauarbeiten ist die Burg für Besucher gesperrt. Auf dem Programm stand ferner der Besuch des Bauernmarktes und des Tierschutzvereins an seinem Tag der offenen Tür. Natürlich durfte auch ein Treffen mit Aktiven der Partnerschaft rund um den Mäuseturm im Partnerschaftspark nicht fehlen.

Der Bürgermeister von Anamur hatte die Binger Gäste in den Garten des Osmanischen Hauses eingeladen und ihnen ein Gastgeschenk überreicht. Sein Stellvertreter Hüseyin Gürel und seine Mitarbeiter hatten es sich nicht nehmen lassen, die Gäste bei den Wanderungen zu begleiten und für die notwendigen Übersetzungen zu sorgen. Das Wetter war für Oktober ausgesprochen warm und nach dem offiziellen Programm ließen es sich die Binger am Hotelstrand gut gehen. Unvergesslich war ein Frühstück direkt am Strand, das der Hotelbesitzer für seine Freunde aus Bingen herrichten ließ.

Die Kultur- und Wanderreise in die Partnerstadt gehört mittlerweile zum Standardprogramm der Aktivitäten. Wegen der großen Zustimmung plant der Freundeskreis Bingen-Anamur die nächste Reise Ende April 2019.

 

 

 




Tee und Baklava unter dem Mäuseturm

"Was? Die lange Reise nach Anamur für nur vier Tage?" Diese Frage wurde den sechs Teilnehmern der Reise nach Anamur vom 31.5.-3.6.2018 häufiger gestellt. Aber alle waren sich am letzten Tag einig, dass sich die relative lange An- und Abreise auf jeden Fall gelohnt hat, da die Zeit vor Ort einem deutlich länger vorkam und die Herzlichkeit der Freunde in Anamur, das abwechslugsreiche Programm und natürlich das leckere Essen die Zeit im Flugzeug und Bus deutlich aufwiegt.

Bürgermeister Mehmet Türe ließ es sich natürlich nicht nehmen die Delegation aus Bingen zu begrüßen, die bis auf einen Teilnehmr bereits mehrfach in Anamur waren. Desweiteren wurden zwei Schulen, das Beratungszentrum für Familien und die Volkshochschule besucht. Überall sind die Binger Gäste auf das Herzlichste empfangen worden. Neben den offiziellen Terminen gab es genügend Zeit für den Besuch des Basars und der Besichtgung einer Tropfsteinhöhle, der Mamure Festung, der antiken Stadt Anemurion, eines Bananengewächshauses und natürlich fürs Baden im Meer.

Ein besonderes Erlebnis war das gemeinsame Fastenbrechen (Iftar) mit 500 Dorfbewohnern anlässlich des Fastenmmonat Ramadan, in den die Reise fiel. Dies war zugleich der Abschiedsabend, der nach dem Abendessen im Freundschaftspark fortgesetzt wurde. Unter dem Mäuseturm bedankte sich Vereinsvorsitzende Michaela Heintke bei den Organisatoren seitens der Stadtverwaltung und des Freundeskreises in Anamur für den sehr gelungenen Aufenthalt. "Es war schön, die gelebte Freundschaft zwischen Bingen und Anamur täglich gesehen zu haben, da immer unterschiedliche Freunde die Gäste aus Anamur zu den verschiedenen Terminen begleitet haben und allen der Abschied schwer fiel .

Vielen Dank! Wir kommen wieder!"

 

Fotos: Stefan Eßer